"Die Spuren der Bündner Zuckerbäcker in den Zielländern"
Die Geschichte der Bündner Zuckerbäcker ist aus der Sicht der Migranten bereits weitgehend erforscht. Noch heute sind bei uns die Erinnerungen dieser Vergangenheit wach, auch weil die Spuren dieser Ge- schichte in manchen Dörfern deutlich sichtbar geblieben sind, so auch in Poschiavo. Die Patrizierhäuser aus dem 19. Jahrhundert wie auch die von den Migranten finanzierten wirtschaftlichen Initiativen, die dem Tal den Aufschwung brachten, zeugen vom Pioniergeist jener, die in der Fremde Erfolg hatten. Aber zu was führten die Tätigkeiten der Zuckerbäcker in der Fremde? Dieser Teil der Geschichte ist bei uns noch wenig erforscht. Welche Spuren haben die Bündner Zuckerbäcker in den zahl- reichen europäischen Städten hinter- lassen? Und wie sahen die Leute in den Auswanderungsländern die Aktivitäten der Bündner Zuckerbäcker?
Die Zuckerbäcker-Tagung 2025 in Poschiavo geht solchen Fragen nach. Deshalb wurden vier Fachpersonen aus Spanien, Polen, England und Frank- reich eingeladen, ihre Forschungsergebnisse aus ihrer Sicht zu präsentieren. Zudem ist ein Dialog mit Einheimischen, die sich vertieft mit dem Leben der Bündner Zuckerbäcker auseinander gesetzt haben, vorgesehen.
Tagungssprache ist Italienisch. Die englisch- und französischsprachigen Vorträge werden im Saal simultan ins Italienische übersetzt.